Ihre Fragen – unsere Antworten
- Was verspricht sich ein Erdgas-Versorger wie Erdgas Zürich vom Vertrieb von Holzpellets?
Erdgas Zürich hat jahrzehntelang sehr erfolgreich Heizöl durch den sauberen Brennstoff Erdgas ersetzt. Mit Holzpellets bieten wir nun einen zusätzlichen Energieträger an, der erneuerbar ist und in modernen Anlagen produziert wird – Kriterien, die für viele Kunden immer wichtiger werden. Holzpellets eignen sich für grosse und kleine Objekte sowie Regionen, die nicht ans Erdgas-Netz angeschlossen sind. Kunden werden mit Holzpellets in zertifizierter DINplus-Qualität beliefert – inklusive einem guten Service beim Ablad und einem attraktiven Abonnements-Liefervertrag mit Preisgarantie.
- Welche Vorteile bietet Erdgas Zürich gegenüber anderen Pellet-Lieferanten?
Erdgas Zürich setzt, wie beim Erdgas-Geschäft, auf langfristige und partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen. Deshalb bietes sich dem Kunden mit dem Abonnement eine 2-jährige Preisgarantie (Abonnements-Liefervertrag) – egal ob im Sommer oder Winter eingekauft wird. Neben ein Abonnement führt Erdgas Zürich auch Einzellieferungen aus. Sowohl die Offerte als auch die Bestellung kann einfach und bequem über den neuen Online-Shop abgewickelt werden. Bei individuellen Anfragen hilft René Baumgartner unter Tel. 043 317 22 35, holzpellets(at)erdgaszuerich.ch oder Fredy Steffen unter Tel. 079 937 26 05 weiter.
- Was für Holzpellets bietet Erdgas Zürich an?
Erdgas Zürich bietet Holzpellets nach DINplus-Standard an. Bei der Produktion werden die Holzspäne bei niedrigen Temperaturen energiesparend getrocknet und die Abwärme, die bei der Pelletproduktion entsteht, wird für die Trocknung wieder verwendet.
- Was sind Holzpellets?
Der Begriff Pellet stammt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet «Bällchen» oder «Kügelchen». Gemeint sind damit zusammengepresste kleine Körper, in der Regel in der Form eines Zylinders. Die gleichartigen Pelletpressen werden auch zur Tierfutterproduktion eingesetzt.
- Wie werden Holzpellets hergestellt?
Unbehandelte Hobel- und Sägespäne werden ohne Zusatz von chemisch-synthetischen Bindemitteln unter Dampf verdichtet. Qualitätskontrollen finden von der Holz- und Späneannahme über die Aufbereitung bis zum fertigen Holzpellet statt. Mit den hochverdichteten Presslingen steht ein homogener und naturbelassener Brennstoff zur Verfügung.
Rohstoff
Der Rohstoff ist immer getrocknetes, naturbelassenes Restholz wie z.B. Sägemehl, Hobelspäne und Waldrestholz mit geringem Rindenanteil. Unter Druck und erhöhter Temperatur wirkt das im Holz enthaltene Lignin als Bindestoff. Es sind deshalb keine chemischen Bindemittel notwendig.Produktionsvorgang
Bei der Pelletierung wird das Holzmehl mit Walzen durch eine Matrize gepresst. Die eigentliche Kunst besteht darin, den Rohstoff Holz so zu homogenisieren, dass die Presse zu jedem Zeitpunkt einen Rohstoff mit immer identischen Eigenschaften verarbeitet. Das betrifft vor allem Holzfeuchte und Korngröße der Späne. Um eine gleichmäßige Qualitität mit einer geregelten Restfeuchte zu garantieren, werden die Späne im Vorfeld vorgetrocknet.Lieferung
Wichtig für die Qualität der Holzpellets ist deren Behandlung vom Weg aus der Presse über das Lieferfahrzeug bis zum Einblasen ins Pelletsilo des Kunden.- Welche Qualitätsnormen gibt es für Holzpellets?
In Deutschland und Österreich gibt es festgeschriebene Qualitätsanforderungen an Holzpellets, die in der DIN 51731 bzw. der ÖNORM M 7135 festgelegt sind. Seit 2002 ist ein europaweit gültiges Qualitätssiegel auf dem Markt: DINplus. Dabei handelt es sich um eine Produktionsnorm, die insbesondere hohe Anforderung an den Heizwert, den Wassergehalt, den Abrieb und den Ascheanteil (< 0,5%) der produzierten Pellets stellt. Unsere Holzpellets verfügen über die DINplus-Qualität. Zu jeder ausgelieferten LKW-Charge wird im Werk ein Muster zurückgelegt, um die ausgelieferte Pelletqualität jederzeit nachweisen zu können.
- Wie wird die Qualität für die Zertifizierung DINplus geprüft?
Die Produktionsnorm DINplus stellt allerhöchste Qualitätsansprüche an das Produkt. Holzpellets, die nach DINplus hergestellt worden sind, können vom Endverbraucher ohne jegliche Bedenken verfeuert werden. Bei Anlieferung der Späne wird zunächst eine Sichtkontrolle durchgeführt. Enthält eine Ladung grobe Verunreinigungen (Schmutz oder Rinde), wird diese von vornherein aus der Produktion ausgeschlossen. Bei der Beschaffung der Rohstoffe wird stets auf eine gleichbleibend hohe Qualität geachtet.
Aus der laufenden Produktion werden in regelmäßigen Abständen Pelletproben genommen. Diese Holzpellets werden dann verschiedenen Tests, wie z.B. dem Abriebtest, unterzogen. Leichte Abweichungen in der Qualität können so während der Produktion festgestellt und schnell korrigiert werden.
Stichprobenartig werden Länge und Durchmesser der fertigen Pellets genau überprüft. Durch die DINplus-Norm wird bei einem Durchmesser von 6 mm eine Länge von mindestens 10 bis max. 30 mm vorgegeben. 1 kg Pellets muss einen Energieinhalt von mindestens 18 MJ = ca. 5 kWh haben. Somit entspricht der Energie-Inhalt von 1 kg Pellets in etwa dem eines halben m3 Erdgas, bzw. eines halben Liter Heizöls.- Wie werden Holzpellets gelagert?
Zur Lagerung von Holzpellets stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Sofern es sich um die Lagerung verpackter Ware handelt, d.h. lose Pellets im «Big Bags» (meist 1 Tonne) oder verpackt zu 15 kg-Sackware, ist lediglich zu gewährleisten, dass die Pellets trocken gelagert werden. Handelt es sich um die Lagerung loser Ware wie bei Lieferungen der Erdgas Zürich, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die Pellets vor Umwelteinflüssen geschützt unterzubringen. So gibt es eine große Auswahl an Silos aus Metall, Kunststoff oder Gewebe, die an den verschiedensten Orten eingebaut werden können. Wichtig für den Kunden ist, dass das Pelletlager trocken bleibt und auf den verwendeten Kesseltyp abgestimmt ist.
Um den Bedarf an Holzpellets abschätzen zu können, sollte man eine Vorstellung davon haben, wie viel kW die Heizungsanlage hat. Ein normales Einfamilienhaus hat im Durchschnitt einen Jahresverbrauch von ca. 3 bis 4 Tonnen Holzpellets (entspricht 15’000 bis 20'000 kWh). Pro Kubikmeter kann man ca. 650 kg Holzpellets lagern, so dass für ein Einfamilienhaus ein Platzbedarf von etwa 5 bis 6 m3 besteht.
Die Holzpellets werden im Silowagen transportiert und über einen Schlauch in den Lagerraum eingeblasen. Zu beachten ist dabei, dass der Anschluss für den Befüllstutzen möglichst nicht mehr als 30 Meter von der Stelle entfernt ist, an der das Fahrzeug halten kann. Je länger die Strecke, über die Pellets eingeblasen werden, umso grösser ist der Abrieb. Am zweiten Stutzen wird der Luftdruck über einen Filtersack entspannt, um Staubimmissionen rund ums Silo zu verhindern.
- Was sind die Vorteile von Holzpellets?
- Im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen wächst Holz kontinuierlich nach, deshalb auch der Name nachwachsender Rohstoff. In der Schweiz wächst pro Jahr mehr Holz nach, als genutzt wird.
- CO2-Neutralität – das heisst, dass bei der Verbrennung der Pellets die Menge an Kohlendioxid (CO2) freigesetzt wird, die der Baum zuvor beim Wachsen aufgenommen hat.
- Holz steht zusätzlich als Nebenprodukt aus Sägewerken zur Verfügung.
- Die Nähe des Herstellungsbetriebes spielt eine wichtige Rolle. Es braucht keine grossen Transportwege und die Wertschöpfung bleibt in der Region (Forst, Holzverarbeitung und Pelletwerk).
- Die Lagerung von Holzpellets ist wesentlich einfacher als z.B. bei Heizöl (keine Auffangwanne, keine Sicherungseinrichtungen, keine Versicherung).
- Wie funktioniert eine Pelletheizung?
Holzpellets werden aus einem Vorratsbehälter über eine Förderungsmechanik in einen Brennraum gefördert, wo sie dann zur Energiegewinnung verbrannt werden. Fast jeder Hersteller hat dazu seine individuelle technische Lösung – von der Gestaltung der Vorratsbehälter bis zur Abgastechnik.
Die Technik von Pelletheizungen ist heute ausgereift und moderne Heizkessel laufen zuverlässig. Im Vergleich zu allen anderen Holzheizungen (Stückholzheizung, Holzschnitzelfeuerungen) darf die Pelletheizung als sehr wartungsarm und benutzerfreundlich bezeichnet werden.
- Sind Holzpellets umweltschädlich?
Pelletfeuerungsanlagen sind umweltschonender als andere Holzfeuerungssysteme – noch deutlicher, wenn sie zusätzlich mti einem Filtersystem gegen den Feinstaub ausgerüstet sind. Mit der Weiterentwicklung der Techniken bei der Verbrennung sowie der Qualität des Brennstoffes wird der umweltschädliche Ausstoss dieser Anlagen weiter reduziert.
Grundsätzlich gilt, dass Holzpellets ein CO2-neutraler Brennstoff sind. Denn bei der Verbrennung von Holz wird lediglich das CO2 freigesetzt, welches im Holz zuvor bei dessen Wachstum gebunden wurde. Auch wenn man die CO2-Freisetzungen aus Forstwirtschaft, Transport und Herstellung einberechnet, kommen Holzpellets noch sehr gut weg, was die CO2-Äquivalenz angeht. Die Werte von Heizöl liegen bis zehnmal so hoch.
Pelletheizung erreichen je nach Anlagentyp Feinstaubwerte zwischen 4 und 8 mg je MJ Wärmemenge. Im Vergleich dazu liegt der Wert von Stückholzkesseln bei ca. 90 mg/MJ und bei Ölheizungen um die 3 mg/MJ. Der bei der Verbrennung entstehende Feinstaub ist bei Pelletheizungen jedoch rund um das Fünffache weniger schädlich als bei Heiz- bzw. Dieselöl.