Wädenswiler Wärmeverbund
Der Wärmeverbund verbindet auf einer Länge von 1,1 Kilometern fünf Objekte. Dank der neuen, zentralgesteuerten Holzschnitzelheizung, die mit einer innovativen Wärmerückgewinnung gekoppelt wird, reduzieren sich die CO2-Emissionen deutlich. Die Abdeckung der Spitzenlast erfolgt mit Erdgas.
Interview mit Kurt Lüscher, CEO von Erdgas Zürich
Interview mit Rolf Baumbach, Leiter der Werke der Stadt Zürich
| Energiebezüger | Schulhaus | Hallenbad | Frohmatt | Bühl | Kindergarten | Total |
| Energiebedarf (MWh/a) | 520 | 1300 | 1150 | 720 | 60 | 3750 |
| Anteil in % | 13,9 | 34,7 | 30,7 | 19,2 | 1,5 | 100 |
80 Prozent weniger CO2
Holzschnitzel bilden für den neuen Wädenswiler Wärmeverbund weitgehend das CO2-neutrale Brenngut. Und das aus gutem Grund: Es bleiben dadurch nicht nur hohe Emissionsspuren aus, sondern minderwertige Holzabfälle aus den umliegenden Forstbetrieben werden äusserst energieeffizient verwertet. Durch den Einsatz einer Holzschnitzelheizung sinkt der CO2-Ausstoss der angeschlossenen Liegenschaften um 80 Prozent. Jährlich sind das immerhin 567 Tonnen.
15 Prozent mehr Effizienz
Erdgas Zürich koppelt die Holzschnitzelheizung, die über das Jahr 80 Prozent der Wärme erzeugt, zusätzlich mit einer Wärmerückgewinnungsanlage. Diese entzieht den Abgasen durch Kondensation die darin enthaltene Energie. Die dafür nötige Feuchte fällt reichlich an, enthalten Holzschnitzel doch 35 bis 50 Prozent Wasser. Durch die Kondensation erhöht sich die Energieeffizienz der Anlage um 15 Prozent. Zur Abdeckung von Spitzenlasten dienen zwei bestehende, kondensierende Erdgas-Heizkessel.
